Lebenslänglich aggressiv? - Teil 2 -

Aggressiv sein heißt nicht selten abgestempelt zu werden. Den auferlegten Stempel zu tragen bedeutet in Folge viel Einschränkung im Leben, ob allein oder als Mensch und Hund - Gespann. Müssen tatsächlich so viele Hunde lebenslänglich aggressiv sein oder lebenslänglich, abgeurteilt in Tierheimen ihr Dasein

fristen? Dieses Seminar und gleichermaßen praktischer Workshop beschäftigen sich genau mit dieser Frage. In Theorie (Neurowissenschaftlich, Rolle von Stress und Aggression, Behandlungsmöglichkeiten...) und Praxis (Arbeit mit hochgradig aggressiven Hunden) mit zwei Menschen, die in ihrem Leben extreme Aggression durchlebt haben.

Robert Mehl
Er absolvierte die therapeutische Zusatzausbildungen zum „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“).

Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln.

Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von „dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt mit jungen Gewaltstraftätern, war Leiter des kriminologischen Dienstes des Landes Sachsen-Anhalt und ist derzeit Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendpsychotherapie.



Gerd Schuster
Durch einschreiten des Jugendamtes wurde er seinen Eltern weggenommen. Getrennt von seiner Familie wuchs Gerd die ersten Lebensjahre, zusammen mit seinen beiden Geschwistern, in einem Nürnberger Kinderheim auf.

Letztlich von seinen Geschwistern getrennt, wurde er einer Pflegefamilie übergeben.

Heim, Pflegefamilie, Adoption und Flucht – Vielleicht sind es genau diese Lebensereignisse, die ihn Jahre später, eine Verbundenheit mit Heim- und Straßenhunden empfinden ließen. Authentisch und natürlich zeigt er auf, dass eine schwierige Vergangenheit nicht immer als eine Entschuldigung für alle Verhaltensweisen zu sehen ist.

Seit circa 20 Jahren arbeitet Gerd Schuster nun schon mit Menschen und ihren Hunden zusammen. Er betreibt ein großes Hundezentrum in Deutschland, wo er täglich mit neuen Herausforderungen und interessanten Persönlichkeiten konfrontiert wird. In seinem Hundezentrum hält er eine Gruppe Dingos, die aus dem ehemaligen Kieler Institut für Haustierkunde stammen. Das Verhalten der wilden australischen Verwandten ermöglicht ihm einen direkten Vergleich mit dem unserer Haushunde.

Mit Sicherheit kann er durch seinen außergewöhnlichen Lebensweg, Menschen und Hunde leichter verstehen. Dadurch entwickelte sich ein außergewöhnlicher Stil in Umgang mit Hunden und sein Ruf als Hundetrainer wurde bekannt.

Neben der Arbeit mit Menschen und ihren Hunden sind Straßenhunde seine zweite große Passion. Als so genanntes Straßenkind lebte er selbst mehrere Jahre auf den Straßen deutscher Großstädte und kennt die Gesetze der Straße. Durch Langzeitbeobachtungen, vorwiegend in Osteuropa, sind ihm einzigartige Einblicke in das Leben dieser Tiere gelungen, die zum Teil stark mit der vorherrschenden Meinung über das Elend der Straßenhunde kontrastieren. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Interaktion zwischen einheimischer Bevölkerung und den Hunden.

(*Voraussetzung für diese Veranstaltung, ist die erfolgreiche Teilnahme bei "lebenslänglich aggressiv? Teil 1

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Schulstraße 15, 91744
Weiltingen
25 June , Monday 10:00

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